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Wie sicher ist Kolumbien?

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In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Sicherheit in Kolumbien enorm verbessert. Heute können Sie genauso sicher nach Kolumbien reisen, wie in jedes andere lateinamerikanische Land auch. Sie sollten dabei allerdings einige Regeln beachten, die Ihnen auf dem ganzen Subkontinent begegnen werden.

Die Sicherheit in Kolumbien im Überblick

Auch uns passiert es nach all unseren Rundreisen in Kolumbien (-> siehe Auswahl) immer noch, dass uns ein freundlicher Polizeibeamte erst darauf hinweisen muss, die Fotokamera bei einem Spaziergang durch Cartagena de Indias nicht allzu unbekümmert am Leib zu tragen. Leicht lässt man sich von der Freundlichkeit der Kolumbianer anstecken und teilweise eben auch zu Unvernunft verleiten. Daher legen unsere Kollegen in Bogota auch viel Wert darauf, Sie bei Ankunft in Kolumbien erstmal ausführlich zu briefen. Kolumbien ist ein Land, in dem man sich vorab schon überlegen sollte mit wem man unterwegs ist, wohin und auf welche Weise. Die Sicherheit in den touristisch interessanten Teilen Kolumbiens war eigentlich in den letzten zwei Jahrzehnten immer gewährleistet. Wir selbst hatten in den vielen Jahren unserer Tätigkeit als Reiseveranstalter bisher in Sachen "sicherheitsrelevanter Vorfall" nur den Diebstahl einer Fotokamera aus einem Hotelzimmer in Medellin zu beklagen. Im Süden des Landes gab es im September bei Tierradentro einen versuchten Raubüberfall auf einen britischen Touristen. Für diesen abseits der Hauptverkehrsstraßen gelegenen und für seine antiken Höhlenmalereien bekannten Ort gibt es derzeit eine Reisewarnung. Gleiches gilt für die Region Chocó mit Ausnahme der Gegend rund um Nuqui, die schon seit unseren Anfängen Teil einer spektakulären und bei unseren Kunden sehr beliebten Rundreise mit Schwerpunkt Natur ist. Darüberhinaus problematisch sind im Allgemeinen Grenzregionen und unerschlossene Dschungelgebiete. Dort operieren auch weiterhin einzelne Guerillagruppen bzw. internationale Drogenbanden. Es handelt sich aber um Landesteile, die bekannt sind und in die sich ein Urlauber ohnehin nicht verirren würde. Ein Sonderfall ist die Sierra de Santa Marta und La Guajira. Die imposante Gebirgskette ist für mehrtägige Trekkingtouren bekannt, die man mit einem anerkannten Führer auch problemlos machen kann. Die Strasse zwischen Riohacha und La Guajira führt an die Grenze zu Venezuela. Wir haben hier jahrelang Touren durchgeführt und selbst keine negativen Erfahrungen gemacht. In letzter Zeit sind wir hier aber vorsichtiger geworden und prüfen die jeweilige Lage bei Interesse unserer Kunden individuell. 

Ab und zu gibt es Situationen, die wir logistisch lösen müssen. Zum Beispiel sind im Kaffeedreieck manchmal Straßen wegen Überschwemmungen oder politischen Protesten unpassierbar. In der Regel erfahren unsere Reiseführer aber mit als Erste davon, so dass wir den Reiseablauf entsprechend anpassen können. Auch unbekanntere Orte oder abgelegenere Strecken planen wir als Kolumbien Spezialist gerne mit ein, tun dies aber nur dann, wenn es keinerlei Bedenken gibt. 

Vorsichtsmaßnahmen in den Städten

Für Bogota, Medellín und Cali gilt, was im Grunde für alle Millionenstädte auf der Welt gilt. Es gibt Menschen von jedem Schlag und die Tageszeitungen haben ordentlich Futter, denn es passiert immer etwas, im Guten wie im Schlechten. Vielleicht überrascht es Sie zu hören, dass Medellín mittlerweile sogar etwas überschaubarer und ruhiger ist als Bogota. In der Hauptstadt wird die Gegend zwischen Calle 67 und Calle 140 für ausländische Besucher als sehr sicher eingestuft. Die weiter südlich liegenden Viertel sind nach Möglichkeit und besonders nachts zu vermeiden. Die Kriminalität ist in der Hauptstadt gemessen an der Anzahl der Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner seit 2012 stark rückläufig. Beide Städte, Bogota und Medellin, können Sie ohne Bedenken besuchen, wenn Sie ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten. Viel von dem was wir Ihnen empfehlen entspringt dem gesunden Menschenverstand und ein paar Kuriositäten gibt es natürlich auch.

Tipps für eine sichere Kolumbien-Reise

  • Ankunft am intl. Flughafen: Ca. 12km vom Zentrum Santa Fe entfernt liegt der internationale Flughafen El Dorado. Im Auto sind es ca. 30 bis 45 Minuten bis zu den meisten, der in der Altstadt oder im Norden gelegenen Hotels. Bei eigentlich allen unseren Reisen erwarten wir Sie bereits am Ausgang des Sicherheitsbereichs persönlich, d.h. mit einem Schild, auf dem Ihr Name steht. Sollten Sie dennoch mal ein Taxi nehmen, können Sie dies am Schalter innerhalb des Gebäudes bestellen.
  • Taxis: Es ist üblich und empfehlenswert Taxis vorab über Telefon (Hotels, Restaurants, etc.) zu bestellen, damit das telefonisch mitgeteilte Kennzeichen mit dem Nummernschild des abholenden Fahrzeugs abgeglichen werden kann. Auch wenn ein solcher Tipp vielleicht zunächst etwas Befremden auslöst, gewöhnt man sich schnell daran und freut sich über einen unbeschwerten Urlaub. Das gleiche Vorgehen ist übrigens auch über diverse Taxi-Bestell-Apps möglich. Die Regierung von Bogota hat auf ihrer Webseite eine Liste mit allen zugelassenen Taxi-Apps aufgeführt. Dies sind z.Zt. Digi Taxi, Info Taxi, Me Voy, Smart Taxi, T-Driver, Taxis Libres und White Cloud. In Cartagena de Indias ist uns aufgefallen, dass einige Taxen auf der Rückbank keinerlei Sicherheitsgurte haben bzw. diese nicht funktionieren. Auf unsere verwunderte Nachfrage bekamen wir zur Antwort, dass diese in Cartagena nicht vorgeschrieben seien und auch nicht gebraucht würden. Auch wenn dies aus Sicht eines Lateinamerikaners eine sehr deutsche Attitüde sein sollte, haben wir es uns mit der Zeit doch zur Angewohnheit gemacht, schon bei der Bestellung des Taxis auf funktionierende Sicherheitsgurte zu bestehen und nicht konforme Taxen notfalls wieder wegzuschicken.
  • Nachtleben: Die Nacht gehorcht auch in Kolumbien ganz eigenen Gesetzen. Grundsätzlich sollte man nicht alleine und in unbekannten Gegenden zu Fuss unterwegs sein. Ansonsten sollte man dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie in anderen Metropolen dieser Welt walten lassen. Genau wie in Europa gab es mal eine Phase, während derer eine zunehmende Anzahl von Personen Opfer von K.O. Tropfen (Burundanga) wurde. Dazu zählten dann auch Touristen.  Aber wenn man seinen Drink nicht unbeaufsichtigt herumstehen lässt, sollte man diese Gefahr ganz gut vermeiden können. 
  • Reisepass bzw. Personalausweis: Es empfiehlt sich, Kopien anzufertigen und mitzuführen, während die Originale im Hotelsafe deponiert werden. Wichtige Dokumente können eingescannt und z.B. in einem E-Mail-Fach deponiert werden, damit man jederzeit Zugriff auf sie hat. 
  • Bargeld: Eine kleine Menge an Bargeld ist für den täglichen Gebrauch völlig ausreichend, da Kreditkarten weit verbreitet sind. Für den Umtausch wählen Sie am besten den Flughafen, das Hotel oder eine offizielle Wechselstube.
  • Handy: Es wird empfohlen das Handy beim Telefonieren immer nur zur geschlossenen Häuser- und nicht zur offenen Straßenseite hin ans Ohr zu halten. So wird vermieden, dass vorbeifahrende Mofafahrer leichte Beute haben. 

Solche und andere Hinweise geben natürlich auch gerne die Mitarbeiter unseres Teams vor Ort, welches Sie während Ihrer Reise in Kolumbien betreut und welches Ihnen 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht.

Unter der Webseite des Auswärtigen Amts können Sie weitere aktuelle Reisehinweise abrufen. 

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