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Kolumbien Informationen

Geschichte

Die ersten archäologischen Funde stammen etwa aus der Zeit um 13.000 v.Chr. Bereits vor Ankunft der spanischen Eroberer im 15. Jahrhundert lebten indianische Hochkulturen im Gebiet des heutigen Kolumbiens. Der Höhepunkt dieser Hochkulturen fällt mit dem ersten Millenium zusammen, als Beweis dienen die Steinfiguren in San Agustín, die Ruinen in El Pueblito sowie die Entdeckungen von Gold- und anderer Handwerkskunst. Die angehenden Herrscher der Muisca-Kultur brachten vor Amtsantritt ihrem Sonnengott ein Opfer. Mit Goldstaub bedeckt und auf einem Boot voller Smaragde und Gold fuhren sie auf den Bergsee von Guatavita hinaus. Dort warfen sie all die Schätze in die Fluten und badeten sich anschließend im Wasser. Die Legende von El Dorado war geboren...

1499 wird Kolumbien von Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci entdeckt. Einige dreißig Jahre später werden einige der Städte, die heute das reiche koloniale Erbe Kolumbiens ausmachen gegründet: Santa Marta (1525), Cartagena de Indias (1533) und Santa Fé (1538, heute Bogota). Von 1544 bis 1717 ist Kolumbien Teil des Vizekönigreiches Peru, vereint sich 1717 jedoch mit Ecuador, Panama und Venezuela zum Vizekönigreich Neugranada. 1801 besucht der deutsche Naturwissenschaftler Alexander Humboldt Kolumbien auf seiner zweiten Südamerikareise.

Simón Bolivar verkündet 1819 die Unabhängikeit des Landes und zu Ehren von Christoph Kolumbus entsteht 1861 "Kolumbien". Als Folge eines langen politischen Ringens in Zusammenhang mit dem Bau des Panamakanals, trennt sich Panama zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Kolumbien. Kolumbien erlebt eine Blütezeit, die Wirtschaft boomt, doch gleichzeitig verarmt die Landbevölkerung immer mehr. Es kommt zu gewaltsamen politischen Auseinandersetzungen zwischen liberalen und konservativen Gruppen. Die wachsenden sozialen Probleme führen zur Bildung von Guerillas (z.B. FARC), die sich gegen die Großgrundbesitzer richten. Zur gleichen Zeit gewinnt die Drogenmafia mehr und mehr Bedeutung. Unter Präsident Alvaro Uribe beginnt 2003 der Demobilisierungsprozess der FARC.

Politische Gliederung

Kolumbien ist in 32 Regionen und den "districto especial" Bogota eingeteilt. Das politische System ist eine Präsidialpolitk mit einem Parlament aus zwei Kammern. Seit August 2010 ist Dr. Juan Manuel Santos Calderon Präsident und Regierungschef. Die Farben der kolumbianischen Flagge haben folgende Bedeutungen: Gelb steht für den Reichtum an Ressourcen, Blau für die beiden Ozeane sowie die zahlreichen Flüsse und Rot für das Blut, welches die kolumbianischen Unabhängigkeitskämpfer vergossen.

Bevölkerung

Kolumbien ist mit 46,4 Millionen Einwohnern nach Brasilien das bevölkerungsreichste Land Südamerikas. Etwa ein Sechstel der Kolumbianer lebt in Bogota. Weitere Millionenstädte sind Medellín, Cali und Barranquilla.

Palenqueras

Sie sind ein kulturelles Symbol und gehören zum romantischen Flair von Cartagena de Indias wie die bunten Kolonialhäuser - die Palenqueras. Während der Kolonialzeit schlossen sich geflohene Sklaven afrikanischen Ursprungs in den Bergen zu Gruppen, den palenques, zusammen. Daher haben die Palenqueras ihren Namen. Die Frauen tragen üblicherweise weite bunte Kleider und Röcke in den kolumbianischen Nationalfarben gelb, blau und rot. Ihr Haar umwickeln sie mit Tüchern, um so ihre Waren besser auf dem Kopf transportieren zu können. Im Zentrum und an den Stränden von Cartagena de Indias bieten die fliegenden Händlerinnen selbstgemachte Süßigkeiten, u.a. aus Kokusnuss, Hirse, Anis sowie frische tropische Früchte wie Papaya, Bananen und Mangos an. Gegen ein kleines Trinkgeld kann man ein Foto mit den Palenquera Frauen machen.

Wirtschaft

Kolumbien ist einer der wichtigsten Wirtschaftsnationen Südamerikas. Das Wirtschaftswachstum ist stabil und die Krise, mit der große Teile Europas derzeit zu kämpfen haben, scheint Kolumbien kaum zu berühren. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Beruhigung der internen Konflikte. Kolumbien kann sich nun seinen wertvollen natürlichen Ressourcen widmen und diese besser nutzen. Dazu gehören Öl, Kohle, Smaragde sowie Schnittblumen, Bananen, Zuckerrohr und natürlich Kaffee, bei dessen Produktion und Export Kolumbien weltweit auf Platz 3 steht hinter Brasilien und Vietnam. Seit einigen Jahren spielt auch der Tourismus eine wachsende Rolle für die kolumbianische Wirtschaft.

Geographie

1.138.748 Quadratkilometer; Anden-Hochgebirge im Westen des Landes (über 5.000 Meter), Sierra Nevada de Santa Marta (bis zu 5.775 Meter und damit höchstes Küstengebirge der Welt) an der nördlichen Karibikküste, karibisches Küstentiefland (mit Inseln San Andres, Providencia, Santa Catalina u.a.), pazifisches Küstentiefland, dicht bewaldetes Flachland Amazonien und Orinokien im Osten des Landes

Essen

So vielfältig wie Kolumbien mit seinen Landschaften, Klimazonen und kulturellen Eigenschaften ist auch seine Küche mit zahlreichen regionalen Zutaten und Speisen. In den Küstenregionen kommt viel Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch. Eine Spezialität des Departamento Antioquia ist die "Bandeja paisa", dessen deftige Grundlage rote Bohnen sind. Ergänzt wird die reichhaltige Platte u.a. mit Schweinefleisch, Reis, Speck, Würstchen, Blutwurst, Avocado und Zitrone. Eine weitere typische Speise aus dem Landesinneren Kolumbiens ist die "Ajiaco santafereño". Dabei handelt es sich um eine sämige Hühnersuppe mit Kartoffel und Mais. Für den Nachtisch sorgen beispielsweise in Cartagena de Indias die Palenqueras, buntgekleidete Frauen, die Süßigkeiten und nicht minder süße tropische Früchte auf der Straße verkaufen.

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